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Ansig - Arbeitsgemeinschaft Neurologie Salzburg Innergebirg

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FUTURE

FORUM

2. - 3. Oktober 2020 | Maria Alm

Bildung und Gesundheit

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INFO

Im Rahmen des diesjährigen Future Forums diskutiert ein Expertenteam rund um Priv.-Doz. Dr. Jörg Kraus über den Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheit.

Die Experten des heurigen Future Forums

 
Priv.-Doz. Dr. Jörg Kraus

Facharzt für Neurologie, Präsident ANSIG

Anton Luchner

Autor, Mitinitiator Future Forum

Prof. Dr. Thomas Berger, MSc

Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Wien, 

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie

Prof. in Dr. in Ingrid Pabinger-Fasching

stv. Leiterin der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie,

Leiterin der Gerinnungsambulanz am AKH Wien,

Leiterin des Hämophiliezentrums Wien

Prof. Dr. Eduard Auff

Emeritierter Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie,Medizinische Universität Wien,

Fachgruppenobmann Neurologie der Ärztekammer für Wien; stv. Bundesfachgruppenobmann

Dr.in Barbara Kolm

Präsidentin des Friedrich August v. Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center, Vizepräsidentin der Österreichischen Nationalbank

Prim. Prof. Dr. Josef Marksteiner

Vorstand Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie A, Hall in Tirol

Margaretha Maleh

Psychotherapeutin, Präsidentin Ärzte ohne Grenzen Österreich

Mag.a Andrea Klambauer

NEOS, Landesrätin Land Salzburg

Ressorts: Wohnen, Kinderbetreuung, Wissenschaft, Integration, Frauen

Prof. Mag. Dr. Dr. Winfried Löffler

Universität Innsbruck, Institut für Christliche Philosophie

Prim. Dr. Michael Huemer

Abteilungsvorstand Neurologie, Kardinal Schwarzenberg Klinikum, Schwarzach im Pongau

Prim. Prof. Dr. Jörg R. Weber

Vorstand Neurologische Abteilung, Klinikum Klagenfurt

Prim. Prof. Dr. Johann Sellner

MBA, Abteilung für Neurologie, LKH Mistelbach-Gänserndorf

Dr. Leif Moll

Geschäftsführer Merck Austria

 

ABLAUF

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Thesen des heurigen Future Forums

Bessere Bildung führt zu einem starken Anstieg der Inanspruchnahme von präventiven Gesundheitsleistungen. (Fletcher, Frisvold – Higher Education and Health Investments: Does More Schooling Affect Preventive Health Case Use? 2009)

Menschen mit mehr Bildung nutzen mit größerer Wahrscheinlichkeit die Gesundheitsversorgung. (Feinstein, Sabates, Anderson, Sorhaindo, Hammond – What are the effects of education on health? 2006)

Das Solidarprinzip als Leitlinie europäischer Gesundheitssysteme ist eine eminente zivilisatorische Errungenschaft, die unbedingt Erhaltung verdient.

Es ist heutzutage sehr einfach, sich wesentliche Informationen über Gesundheit zu besorgen – bzw das Informationsangebot ist un-über-seh-hör-bar. Nur bestimmten Personen/Gruppen von Personen gelingt es, das Wissen auch für sich umzusetzen.

Der neue Ansatz muss auf Kooperation und Teilen setzen! Wir sollten endlich unsere Welt als zusammenhängendes Ganzes anerkennen und das Wohl der ganzen Menschheit wahrnehmen, um die soziale und wirtschaftliche Unausgewogenheit nicht noch weiter voranzutreiben.

Der alte Arzt hat ausgedient à neue Ansprüche stehen an (des Systems, der Beteiligten)

Kognitive Fähigkeiten sind sehr wichtig zur Beschreibung des Gesundheitsverhaltens - eine Schätzung liegt bei einem Beitrag von etwa 30 Prozent - spezifisches Wissen macht dagegen etwa 12 Prozent aus. (Cutler, Lleras-Muney – Understanding Differences in Health Behaviors by Education, 2010)

Es besteht eine positive Korrelation zwischen Bildung und einigen Formen des Konsums illegaler Drogen und Alkohols (Feinstein, Sabates, Anderson, Sorhaindo, Hammond – What are the effects of education on health? 2006)

Das Solidarprinzip impliziert nicht die wahllose Finanzierung beliebiger Maßnahmen auf Gemeinschaftskosten, und es schließt auch maßvolle Eigenbeiträge zur Effizienzerhaltung nicht aus.

Wir können Menschen in einer Krise unterstützen und begleiten.

Sowohl intramurale als auch extramurale Versorgung unbestritten notwendig, aber zentrale Festlegung/Beauftragung/Abgeltung der Leistungserbringung (unter Einhaltung von Qualitätsstandards)

Information ≠ Wissen à cognitive computing erfordert deep human learning

Die gesamten Erträge von Bildungsausgaben erhöhen sich durch den Beitrag zur Gesundheit um mindestens 15 Prozent und möglicherweise sogar um 55 Prozent (Cutler, Lleras-Muney – Education and Health: Evaluating Theories and Evidence, 2006)

Bessere Bildung führt zu einem starken Anstieg der Inanspruchnahme von präventiven Gesundheitsleistungen. (Fletcher, Frisvold – Higher Education and Health Investments: Does More Schooling Affect Preventive Health Case Use? 2009)

Ärzten gelingt es nicht ausreichend, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung anzuheben. Die Einbeziehung weiterer (Berufs)gruppen ist notwendig.

Die Interventionen, die wir anbieten, sollen auf Wirkung und Nebenwirkung überprüft werden.

Umfassendes Leistungsangebot in deutlich reduzierter Gesamtanzahl von Krankenhäusern

Die Zukunft der Lehre und Ausbildung ist hybrid à cave: soziopathische Verhalten

Bildung kann die Inanspruchnahme von Vorsorge erhöhen, was zu langfristigen Einsparungen, aber kurzfristigen Erhöhungen der Gesundheitskosten führen kann. (Feinstein, Sabates, Anderson, Sorhaindo, Hammond – What are the effects of education on health? 2006)

Die Covid-19-Krise ist ein Anlass, die seit einiger Zeit politisch gängige Entsolidarisierungs-Rhetorik, die auch Gesundheitssysteme tangiert, kritisch zu hinterfragen.

Wer ist „gesundheitskompetent“?

Der/Die darüber informiert ist?

Der/Die sich daran orientier und es für sich umsetzt?

Wir müssen die innovativen, zeitgerechten Lösungen und Erfahrungen von Wissenschaftlern und Praktikern nutzen, sowohl in der „Behandlung“ als auch in der Prävention von Krisen.

Beseitigung von Hindernissen für eine  Kooperation zwischen dem intramuralen und extramuralen Bereich (z.B. DSGVO)

 
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